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Dieter Kölle
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RE: Hochbahnsteig in Linden ??, 04 Mar. 2011 11:39
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Es gibt Themen, die sind richtig ausgelutscht. Das ist so,wie bei manchen Diskussion, wo dann in einem Beitrag der Satz anfängt: Ich schließe mich den Ausführungen meines Vorredners an und meine Bla Bla Bla ... Als Sozialdemokrat in Linden stehe ich hinter der Forderung: Barrierefreiheit wie auch immer und warte ab, was dazu intelligentes aus der Region vorgeschlagen wird. Ich bin guten Mutes, dass die Leute dort auch in Linden gewählt werden wollen und das Wahlvolk hier nicht durch Ungeschicklichkeit und Inkompetenz nachhaltig vergraulen wollen. |
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Levaeri
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RE: Hochbahnsteig in Linden ??, 28 Sep. 2011 01:00
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Ein Hochbahnsteig bedeutet auch den Einsatz von Hochflurfahrzeugen. Diese sind gegenüber den Niederflurfahrzeugen auch kompatibel zum restlichen Streckennetz. Diese Kompatibilität wird dann hoffentlich auch mal zu dem letzen noch fehlenden D-Tunnel führen. Eine Niederfluranbindung schließt den Tunnel aus, da die Politik den Einsatz von NF-Fahrzeugen mit einer oberirdischen, durch die Straße geführten durchquerung der Innenstadt gleich setzt. Die Vorteile vom D-Tunnel für alle Anwohner aus Ahlem, Limmer und Linden kann man in diesem Video sehen:
www.youtube.com/watch?v=XLTvjxwoiG4
Daher sollte man den Einsatz von dem zum Rest des Netzes inkompatiblen NF-Fahrzeugen sehr gründlich abwägen.
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Hans
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RE: Hochbahnsteig in Linden?, 28 Sep. 2011 22:03
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Das generelle Ziel der Debatte ist es doch, die Barrierefreiheit (vorrangig) der Linie 10 zu erreichen (ähnliche Voraussetzungen liegen auf dem Empelder Ast der 9 vor). Dafür gibt es zwei grundlegende Möglichkeiten: * Ausbau des Hochflursystems * Einsatz von Niederflurfahrzeugen
Der Ausbau des Hochflursystems setzt an allen Haltestellen Hochbahnsteige voraus. Das System kann erst als barrierefrei bezeichnet werden, wenn diese Bedingung vollständig erfüllt ist. Die Linie 10 hat momentan an 4 von 15 Haltestellen Hochbahnsteige, es fehlen also an der bestehenden Strecke noch 11. Wenn Hochbahnsteige z.B. aus städtebaulichen Gründen nicht erwünscht oder gar nicht möglich sind (Hauptbahnhof am jetzigen Standort, Haltestellen in der Limmerstraße, beengte Situation in der Harenberger Straße), muss hierfür eine Alternative gefunden werden, das kann der D-Tunnel, aber prinzipiell auch ein weiterer Tunnel zwischen Küchengarten und Brunnenstraße sein. Dass letzterer wegen der leeren öffentlichen Haushalte völlig utopisch ist, dürfte dabei einleuchten. Weiterhin würde der Bau des D-Tunnels in der Innenstadt den Bau des Stadtbahnnetzes vollständig abschließen, was grundsätzlich wünschenswert wäre. Es heißt aber auch, dass außer möglichen Erweiterungen ins Umland keine neuen Strecken mehr errichtet werden. Die Niederflurtechnik bedeutet eine höhere Umfeldverträglichkeit, da keine Barrieren in Form von Hochbahnsteigen notwendig sind. Für einen Großteil der Fahrgäste verbessert sich die Situation schon mit einem Niederflurfahrzeug ohne Bahnsteig, Barrierefreiheit ergibt sich mit etwa 30 Zentimeter hohen Bahnsteigen, die kaum höher als die üblichen Bordsteine sind. Da ein Niederflursystem allerdings mit dem Hochflurnetz inkompatibel ist, ist die Netzgröße des zusätzlichen Systems entscheidend. Wenn durch Streckenneubauten in den innenstadtnahen Stadtteilen (etwa durch Einbeziehung des Empelder Astes und Erweiterungen nach Davenstedt, Ahlemer Rathaus sowie auf der anderen Seite z.B. zum Maschsee, in die Sallstraße und Bödekerstraße/Ferdi-Walli) eine kritische Größe überschritten wird, kann ein weiteres System auch wirtschaftlich tragfähig werden. Mit den genannten Strecken könnte auch die City nahezu vollständig durch Bahnen statt Busse bedient werden, was angesichts des höheren Fahrgastzuspruchs bei Bahnen ("Schienenbonus") und der zukünftig steigenden Benzinpreise sicherlich auch eine interessante Option darstellt.
Daneben spielen auch weitere Punkte eine Rolle, etwa die Schnelligkeit in der Form Umsteigemöglichkeiten zu den anderen Stadtbahnlinien (Vorteil D-Tunnel) vs. Erreichbarkeit der Innenstadt (Vorteil oberirdische Strecke). Hier mag jeder unterschiedliche Vorstellungen haben, eine generelle Tendenz zugunsten einer der beiden Punkte dürfte sich jedoch nicht ergeben.
Recht haben Sie in dem Punkt, dass die Systementscheidung eine gründliche Abwägung erfordert. |
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Lindener
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RE: Hochbahnsteig in Linden ??, 28 Sep. 2011 22:28
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Der Hannoveraner wird den Lindener nie von einer Hochbahnsteiglösung überzeugen können. In Linden nimmt man eben nicht alles was von oben kommt kritiklos hin. Mit Niederflurbahnen kann man, wenn man es denn will, am schnellsten eine Verbesserung erreichen. Im Gegensatz zu Hochbahnhsteigen kann man nämlich in Niederflurbahnen auch ohne bauliche Veränderungen viel besser einsteigen. Das mag zwar nicht für den letzten E-Rollstuhlfahrer ausreichend sein, aber für die breite Masse der Benutzer ist es sicherlich eine große Erleichterung.
Den Video kenne ich übrigens auch. Ich finde es aber gerade gut das die Linie 10 vor und nicht im Niemandsland hinter dem Bahnhof hält. Ob man nun jeden Tag 1-2 oder auch 5 Minuten damit verschenkt sei dahin gestellt. Wenn jemand vor mir an der Kasse das Kleingeld zusammensucht ist die Anschlußbahn auch weg. Mein Arbeitsweg ist nicht auf die letzte Sekunde ausgerichtet.
Fazit: Sollen sich doch die Hannoveraner ihre Stadt mit Hochbahnsteigen zuflastern lassen. In Linden ticken die Uhren anders !!! |
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Maniac
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RE: Hochbahnsteig in Linden ??, 29 Sep. 2011 10:59
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Fazit: Sollen sich doch die Hannoveraner ihre Stadt mit Hochbahnsteigen zuflastern lassen. In Linden ticken die Uhren anders !!!
Jaja, in Linden... Der Stadtteil in dem Milch und Honig fließen... (hast Du nicht noch 4 bis 6 Ausrufezeichen vergessen?) Ich würde ein in das hervorragende hannoversche Gesamtverkehrskonzept integriertes, zügig verkehrendes und mit kurzen Umsteigewegen realisiertes Verkehrsmittel bevorzugen. Und diese Bedingungen werden mit einer systemfremden und im übrigen auch teuren Niederflurbahnlösung nicht erreicht.
Es gibt konstruktive Überlegungen für Hochflurbahnen mit Hochbahnsteigen auch in der Limmerstraße. Das sind sicherlich keine Ideallösungen, aber wir reden hier von einer, höchstens zwei kritschen Stationen im Netz der Stadt Hannover (der Küchengarten könnte sich auch außerhalb der Limmerstraße realisieren lassen). Ernst-August-Platz und Steintor lassen sich oberirdisch überhaupt nicht (städtebau-)verträglich realisieren (egal, ob Hoch- oder Niederflurbahnsteig). Da würde man wohl nur mit einem Tunnel eine wirklich vernünftige Lösung finden.
Als nach Linden Zugereister empfinde ich die Lindener mia-san-mia-Haltung zudem als ähnlich überflüssig, wie die bayrische. Allen anderen Stimmen zum Trotze: Hannover hat ein sehr gutes ÖPNV-System. In den meisten Fällen stellt einer der "zupflasternden" Hochbahnsteige überhaupt kein Problem dar, auch wenn manche Lindener das gerne so darstellen.
Aber vielleicht verlangen diese Lindener ja deshalb eine exklusive Insellösung, damit man sich auch in seiner exklusiven Insellhaltung bestätigt fühlen kann. Das ist legitim; die Kosten, nämlich der Verzicht auf ein schnelles und ins Gesamtsystem eingebundenes öffentliches Verkehrsmittel und die Aufgabe des bestehenden und guten einheitlichen Systems sind mir persönlich dafür zu hoch.
Gruß, M. |
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Hans
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RE: Hochbahnsteig in Linden ??, 29 Sep. 2011 23:52
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Ohne auf die Polemik eingehen zu wollen: Warum sollte das Niederflursystem teurer sein? Die Fahrzeugkosten nehmen sich zwischen Hoch- und Niederflur nichts, der Fahrweg bleibt auch der gleiche. Die Umrüstung der Werkstatt ist für den Bruchteil eines Hochbahnsteigs zu haben. Mit dem Verzicht auf Hochbahnsteige wird es dadurch eher günstiger. Dass Hochbahnsteige bisher ohne Probleme realisiert wurden, mag bei oberflächlicher Betrachtung zutreffen. Aber an der Strangriede lässt sich das Ergebnis begutachten. In Wülfel (Dorfstraße) lässt sich nachvollziehen, wie durch einen Hochbahnsteig eine Haltestelle aus zentraler Lage ins Niemandsland verlegt wurde. In Kirchrode (Großer Hillen) formiert sich bereits Widerstand, in Badenstedt (Eichenfeldstraße) ist dies nur noch eine Frage der Zeit. Auch wird in etwa 20 Jahren noch spannend, wie die Gleidinger die Hochbahnsteige in ihrer Ortsdurchfahrt empfinden. Für diese Strecken ist zwar eine Niederflurlösung nicht mehr zu haben, aber es zeigt, welche Probleme sich auftun, wenn der Ausbaustandard der Stadtbahn kein eigener Gleiskörper in einer mehrspurigen Straße ist. |
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Gretel
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RE: Hochbahnsteig in Linden?, 30 Sep. 2011 04:08
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Hans: Wenn durch Streckenneubauten in den innenstadtnahen Stadtteilen (etwa durch Einbeziehung des Empelder Astes und Erweiterungen nach Davenstedt, Ahlemer Rathaus sowie auf der anderen Seite z.B. zum Maschsee, in die Sallstraße und Bödekerstraße/Ferdi-Walli) eine kritische Größe überschritten wird, kann ein weiteres System auch wirtschaftlich tragfähig werden.
Empelde: Wollen Sie wirklich die 9 über die Goethestr. fahren lassen und den Nutzern damit massiv schlechtere Umsteigebeziehungen und Fahrzeitverlängerungen zumuten ?
Maschsee: Die 10 ist auf dem Abschnitt HBF -Aegi jetzt schon nicht ausgelastet, und zum Maschsee wären es vielleicht ein paar Wochenden im Jahr wo diese Strecke sinnvoll wäre. Schauen Sie sich einfach die Busse an die dort jetzt fahren.
Sallstraße: Sie machen dann aus der restlichen Südstadt eine zweite Elisenstraße. Fraglich ob die Anwohner da mitmachen, BIU und Linke waren mit dieser Idee schon mal in der Südstadt unterwegs, die Reaktion war entsprechend.
Streckenverlängerungen Richtung Westen: Sinnvoll, erfordern aber nicht zwangsläufig NF.
Und das alles nur wegen 2 Haltestellen auf den Limmerstraße, eine Verhältnismäßigkeit kann ich da beim besten Willen nicht entdecken. |
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Levaeri
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RE: Hochbahnsteig in Linden ??, 16 Jan. 2012 13:55
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Es gibt jetzt auch einen alternativen Vorschlag zu einem städtebaulich verträglicherem Trog-Hochbahnsteig für die Limmer Straße.
Hier virtuell in die Limmerstraße gesetzt: youtu.be/zUKcEub7Knk |
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Levaeri
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RE: Hochbahnsteig in Linden ??, 16 Jan. 2012 13:57
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Es gibt jetzt auch einen alternativen Vorschlag zu einem städtebaulich verträglicherem Trog-Hochbahnsteig für die Limmer Straße.
Hier virtuell in die Limmerstraße gesetzt als Video-Animation: youtu.be/zUKcEub7Knk |
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